Fußball-Bezirksliga, Spiel des Tages: SG Hettingen/Inn. – FV Altheim 0:1 (0:1)

Hettingen Bad Saulgau / sz – Hettingen – Der FV Altheim hat beim 1:0-Erfolg in Hettingen, bei der SG Hettingen/Inneringen einen wertvollen Dreier in der Fußball-Bezirksliga gelandet. Nach den jüngsten Niederlagen für den Vorjahreszweiten ein Befreiungsschlag. Dagegen bedeutet das 0:1 für die SG Hettingen, dass sie weiter auf dem Relegationsplatz feststeckt und es nicht schaffte, sich ins untere Mittelfeld vorzuarbeiten.

In einer an Höhepunkten armen ersten Halbzeit, hat zunächst Altheim ein optisches Übergewicht, die in ungewohntem Blau gekleidete SG Hettingen/Inneringen wirkt vielleicht ein bisschen dynamischer. Doch beide sind zunächst auf Sicherung bedacht. Altheims Viererketten stehen gut und halten dicht, nach vorne sollen – in Abwesenheit von Florian Geiselhart, der sich gegen Bad Schussenried eine Zerrung zugezogen hat, Patrick Schlegel und Timo Reck helfen. Doch zu wenig kommt an Verwertbarem aus dem Mittelfeld.

Auf der Gegenseite sieht es nicht anders aus. Auch den Hettingern fällt gegen die enge Deckung der ,,Grün-Weißen“ aus Altheim nicht viel ein. Die ,,Tormaschine“ Florian Dangel spielt zwar wiederholt die Schnelligkeit aus, doch bleibt er auch wiederholt in der Deckung hängen. Wenn es gefährlich wird, dann nur nach Schüssen von Rafael Keinath, der mehrmals gut die Seiten wechselt, rochiert, aber gegen Altheims Verteidigung auch auf verlorenem Posten steht. Dangel ist zwar immer wieder Anspielstation, legt gut die Bälle ab, aber der letzte Pass fehlt.

Symptomatisch das Tor des Tages. Robert Businger bekommt in der eigenen Hälfte den Ball, hat eigentlich alle Zeit der Welt, um den Ball zu einem Mitspieler zu passen, ihn ins Aus oder nach vorne zu dreschen und wählt dann die Rückpassvariante – genau in den Lauf eines Gegenspielers – Marke: Ein Grüner? Das muss ein Hettinger sein…. – doch es ist der Altheimer Patrick Schlegel, der das Leder an SG-Torwart Blatter vorbei ins Netz schiebt (21.). Nur sechs Minuten später rettet Blatter im SG-Tor bei einem Kopfball von Spitzfaden (26.). Die beste Ausgleichschance hat dann Rafael Keinath, der sich schon am rechten Flügel durchsetzt, das Leder aber aus rund 20 Metern am langen Pfosten vorbeischlenzt (39.).

Auch der zweite Abschnitt ist eher was für Fußballtaktiktheoretiker und Freunde der gepflegten Grätsche. Nach einem schnellen Gegenstoß über links setzt sich der eingewechselte Stauß durch, drischt das Leder aber über die Latte. Bezeichnenderweise taucht in dieser Phase Dangel oft tief im Mittelfeld auf, kommt aber zweimal zu spät und sieht beim zweiten Foul Gelb.

Fortan versucht er’s lieber wieder weiter vorne (65.). Und vier Minuten später ist er nach einer Lieb-Flanke mit dem Kopf zur Stelle – vorbei (69.). Dann drischt Lieb einen Freistoß aus aussichtsreicher Postion mitten aufs Tor – kein Problem für den 19-Jährigen Busmanis im FVA-Tor (79.), dann hat Rafael Steinhart Glück, als er nach einem Foul nicht Rot sieht, als er dem am Boden liegenden Herter auf den Kopf tritt (85.). Nun pariert Busmanis gleich zweimal gegen Dangel, der es per Kopf und nach einem Keinath-Zuspiel (80./89.) probiert.

Am Ende trifft Hettingen sogar das Tor: Nach einer Ecke lässt Busmanis den Ball im Fünfmeterraum fallen, Dangel staubt ab, doch der Referee pfeift das Tor wegen eines vermeintlichen Fouls am Torwart im Fünfmeterraum ab. Doch mehrere Seiten bestätigen nach dem Spiel, dass Busmanis vom eigenen Abwehrspieler behindert worden sei.

Alex Failer, Trainer der SG Hettingen/Inn.: Uns haben heute sechs Spieler gefehlt, wie zum Beispiel unser Torwart, aber auch Frank Steinhart im Mittelfeld und einige Abwehrspieler. Frank kehrt nach seinem Muskelfaserriss in der kommenden Woche wieder zurück. Trotz Niederlage ist nicht viel passiert, aber uns fehlte gerade in den Zweikämpfen wohl auch ein bisschen die Cleverness. In der Offensive fehlte halt einige Male der letzte Pass. Unser Ziel ist es, bis zur Winterpause 15 Punkte zu haben.

Zoran Golubovic, Trainer des FV Altheim: Der Sieg war total wichtig. Die Ausfälle haben wir dieses mal noch ganz gut kompensiert, wir haben eigentlich genug Qualität im Kader. Es war klar, dass das heute kein schönes Spiel werden würde. Aber wichtig war, dass die Mannschaft eine Antwort heute gegeben hat. Es ging eben nicht darum, schön zu spielen. Wichtig war natürlich auch, dass wir endlich mal wieder zu null gespielt haben.

Aufstellung: Blatter – T. Sprißler (70‘ Mi. Lieb), Ott, F. Flöß, Wenzel – R. Businger (46‘ S. Stauß), R. Steinhart, Kromer, Ma. Lieb – Keinath, Dangel

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